Genetik - Farbvererbung

 

 Die Farbvererbung ist, wie der Name schon sagt, die Vererbung der unterschiedlichen Pferdefarben. Hierzu gehört auch etwas Fachwissen, was ich euch möglichst einfach erklären möchte.

Einige Begriffe müssen hierfür erklärt werden:

Genort/Locus: Am Genort liegen die Gene, die für die Ausprägung des Merkmals zuständig sind; es gibt für (fast) jedes Gen einen Genort

Phänotyp: Beschreibt das Aussehen des Pferdes

Genotyp: Beschreibt die vorhandenen Gene, auch wenn sie nicht sichtbar sind

Homozygot: Reinerbig

Heterozygot: Mischerbig

Dominant: Wirkung des Gens überwiegt dem des rezessiven

Rezessiv: Wirkung des Gens wird vom dominanten unterdrückt

(autosomal) dominanter Erbgang: Merkmal wird ausgeprägt, sobald ein Gen dominant vorhanden ist

(autosomal) rezessiver Erbgang: Merkmal wird nur ausgeprägt, wenn es doppelt rezessiv getragen wird

Intermediärer Erbgang: Mischform, die bei zwei unterschiedlichen Allelen entsteht (rot + weiß = rosa)

 

Bei der Vererbung gibt es eine wichtige Grundlage, die immer zu beachten ist. Wenn ein Gen mischerbig vorliegt, wird es zu 50% weitervererbt. Wenn es dagegen reinerbig, egal ob rezessiv oder dominant, vorliegt, wird es zu 100% weitervererbt. So können keine Werte entstehen, wie „das Pferd vererbt zu 70% das Schimmel-Gen“.

 

Grundfarben:

Extension (ED/E/e):

Am Genort für Extension wird die schwarze Farbe (Eumelanin) des Fells gebildet.

ED bildet hierbei so viel schwarze Farbe, dass es nicht von Agouti (siehe nächsten Abschnitt) überdeckt werden kann. Dieses tritt in MDR jedoch nicht auf und als Beispiel wären Friesen zu nennen.

E steht für die normale Ausbreitung schwarzer Farbe und bei e wird keine schwarze Farbe gebildet, daher entsteht bei ee immer ein Fuchs.

 

Agouti(A/A+/at/a):

Agouti liegt am gleichen Genort Extension und reguliert die Verbreitung der schwarzen Farbe/des Eumelanins. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten. A steht für die Beschränkung der schwarzen Farbe auf Langhaare und Beine – ein Brauner entsteht. Bei dem Gen a wird die schwarze Farbe nicht begrenzt. A+ ist real eher selten und beschränkt die Verbreitung noch weiter als das Gen A – also entsteht ein sehr heller Brauner (Wildbay). at führt zu einer geringeren  Eingrenzung der schwarzen Farbe, daher ist das Pferd deutlich dunkler als ein Brauner – es entsteht ein Schwarzbrauner (Sealbrown).

Die Reihenfolge der Dominanz sieht so aus: A+, A, at, a.

Wenn daher ein Pferd A+A trägt, wirkt sich das dominantere, also A+ aus.

Kleiner Zusatz für Interessierte:

In Wirklichkeit gibt es auch noch verschiedene Fuchsfarben, die auch auf das Agouti-Gen zurückgeführt wird. Laut Angaben wird es zwar nur auf die schwarze Farbe wirksam, jedoch gibt es bewiesene Zusammenhänge, die den Fuchs aufhellen.

 

Farbverteilung in der realen Welt (mit ED und unterschiedlichen Füchsen):

Gene

EDED

EDE

EDe

EE

Ee

ee

A+A+

Rappe

Rappe

Rappe

Wildbraun

Wildbraun

Fuchs hell

A+A

Rappe

Rappe

Rappe

Wildbraun

Wildbraun

Fuchs hell

A+at

Rappe

Rappe

Rappe

Wildbraun

Wildbraun

Fuchs hell

A+a

Rappe

Rappe

Rappe

Wildbraun

Wildbraun

Fuchs hell

AA

Rappe

Rappe

Rappe

Brauner

Brauner

Fuchs

Aat

Rappe

Rappe

Rappe

Brauner

Brauner

Fuchs

Aa

Rappe

Rappe

Rappe

Brauner

Brauner

Fuchs

atat

Rappe

Rappe

Rappe

Schwarzbraun

Schwarzbraun

Dunkelfuchs

ata

Rappe

Rappe

Rappe

Schwarzbraun

Schwarzbraun

Dunkelfuchs

aa

Rappe

Rappe

Rappe

Rappe

Rappe

Kohlfuchs

 

Farbverteilung in MDR:

Gene

EE

Ee

ee

A+A+

Wildbay

Wildbay

Fuchs/Chestnut

A+A

Wildbay

Wildbay

Fuchs/Chestnut

A+a

Wildbay

Wildbay

Fuchs/Chestnut

AA

Brauner/Bay

Brauner/Bay

Fuchs/Chestnut

Aat

Brauner/Bay

Brauner/Bay

Fuchs/Chestnut

Aa

Brauner/Bay

Brauner/Bay

Fuchs/Chestnut

atat

Schwarzbrauner/Seal Brown

Schwarzbrauner/Seal Brown

Fuchs/Chestnut

ata

Schwarzbrauner/Seal Brown

Schwarzbrauner/Seal Brown

Fuchs/Chestnut

aa

Rappe/Black

Rappe/Black

Fuchs/Chestnut

 

Aufhellung/Verdünnung

Creme (Ccr/C):

Das Creme-Gen sorgt für die Aufhellung des Pferdes. Ccr steht hierbei für die dominante Ausprägung und C für die rezessive. Hierbei ist es gleich ein Sonderfall – ein intermediärer Erbgang. Das erkennt man daran, dass Pferde, die das Gen mischerbig tragen, sich deutlich von den reinerbigen Trägern unterscheiden.

Von diesem Gen wird schwarz weniger aufgehellt als rot, weswegen sich deutliche Farbunterschiede ergeben. Aufgehellte Rappen (Smoky Black) unterscheiden sich daher kaum von normalen Rappen, wobei die Füchse deutlich heller werden. Beim Buckskin sieht man dann die Vermischung – das braune Fell wird deutlich aufgehellt, während die schwarzen Langhaare und die schwarzen Beine auch schwarz bleiben.

Bei reinerbigen Auftreten des Gens sind die Farben nur schwer voneinander zu unterscheiden, jedoch bleibt der doppelt aufgehellte Fuchs meist deutlich heller als der doppelt aufgehellte Rappe.

 

Farbe/Gene

CC

CcrC

CcrCcr

Chestnut

Chestnut

Palomino

Cremello

Wildbay

Wildbay

Wild Buckskin

Perlino

Bay

Bay

Buckskin

Perlino

Seal Brown

Seal Brown

Buckskin/Smoky Brown

Perlino

Black

Black

Smoky Black

Smoky Cream

 

Falbe/Dun/Dilution (D/d):

Das Falbgen wirkt sich immer gleich aus, egal ob rein- oder mischerbig, und D steht für das dominante Gen. Es ist ein automsomal dominanter Erbgang. Es kommt hierbei zu der typischen Wildfärbung, die jedoch bei jedem Pferd unterschiedlich stark ausfallen kann. Hierzu zählt der Aalstrich, das Schulterkreuz, die Zebrastreifen an den Beinen und Cobwebbing. Ansonsten werden die Körper der Pferde gleichmäßig aufgehellt, ausgenommen Kopf und Beine. Falben haben fast immer eine zweifarbige Mähne, da sich der dunklere Aalstrich in der Mähne fortsetzt, jedoch ist dies kein festes Kriterium um einen Falben zu bestimmen.

Zu erwähnen ist außerdem die Aufhellung der Falben, da es hier für aufgehellte Rot- und Braunfalben spezielle Begriffe genutzt werden. Hierbei gelten jedoch die gleichen Grundlagen des Creme-Gens, also wird rot stärker aufgehellt als schwarz. Aufgehellte Graufalben zeigen daher kaum eine Veränderung

 

Farbe/Gene

dd

Dd

DD

Chestnut

Chestnut

Red Dun/Rotfalbe

Red Dun/Rotfalbe

Wild Bay

Wild Bay

Classic Dun/Braunfalbe

Classic Dun/Braunfalbe

Bay

Bay

Classic Dun/Braunfalbe

Classic Dun/Braunfalbe

Seal Brown

Seal Brown

Brown Dun/Braunfalbe

Brown Dun/Braunfalbe

Black

Black

Grullo/Grulla/Graufalbe

Grullo/Grulla/Graufalbe

Palomino

Palomino

Dunalino/Gelbfalbe

Dunalino/Gelbfalbe

Buckskin

Buckskin

Dunskin/Weißfalbe

Dunskin/Weißfalbe

Smoky Black

Smoky Black

Smoky Grulla

Smoky Grulla

 

Silver/Windfarben (Z/z):

Das Windfarbgen wird dominant vererbt und sorgt für eine weiße bis silberfarbene Mähne. Dadurch ist im englischen auch der Name Silver entstanden. Jedoch wirkt sich dieses Gen nur auf schwarze Farbe aus, weswegen es bei Füchsen nicht sichtbar wird. Diese können es nur tragen, sodass es zu ihrem Genotyp gehört, jedoch zeigen sie es in ihrem Phänotyp nicht. Weitervererben können sie es jedoch trotzdem. Daher können alle Pferde, die von der Grundfarbe her Brauner alle Typen oder Rappen sind, das Merkmal des Windfarbgens ausprägen. Also kann es genauso windfarbene Graufalben, etc geben.

Verwechselt werden sollte dies jedoch nicht mit den hellen Mähnen der Füchse, denn hierfür ist ein anderes Gen verantwortlich.

Gleichzeitig kann es bei Rappen zu einer Äpfelung am Körper kommen, die durch das Gen verursacht wird.

Auf MDR wird statt Silver immer das "Anhängsel" Silver Dapple genutzt, da es von den Usern gewünscht war, auch wenn es eigentlich nur für einen Rappwindfarbenen steht. Hier trotzdem die realen Bezeichnungen, da ihr euch den Rest sicherlich denken könnt:

 

Farbe/Gen

zz

Zz

ZZ

Black

Black

Silver Black/ Silver Dapple

Silver Black/ Silver Dapple

Wild Bay

Wild Bay

Silver Wild Bay

Silver Wild Bay

Bay

Bay

Silver Bay

Silver Bay

Seal Brown

Seal Brown

Silver Seal Brown

Silver Seal Brown

Buckskin

Buckskin

Silver Buckskin

Silver Buckskin

Dunskin

Dunskin

Silver Dunskin

Silver Dunskin

 

Flaxen (F/f):

Flaxen haben einen autosomal rezessiven Erbgang, daher werden Flaxen nur ausgeprägt, wenn sie reinerbig rezessiv vorliegen, also ff. Außerdem prägen sich Flaxen nur bei der Grundfarbe Fuchs aus und sorgen für eine weiße/helle Mähne. Grundsätzlich können Flaxen auch bei Aufhellungen oder anderen Verdünnungen auftreten, jedoch sind sie dann meistens nicht so deutlich sichtbar und werden nicht direkt erkannt. In MDR werden Flaxen noch bei Red Dun oder Gold Champagne genannt.

 

Farben/Gene

FF

Ff

ff

Chestnut

Chestnut

Chestnut

Flaxen Chestnut

Bay

Bay

Bay

Bay

Gold Champagne

Gold Champagne

Gold Champagne

Flaxen Gold Champagne

 

Champagne (Ch/ch):

Durch das Champagne-Gen werden Pferde cremeähnlich aufgehellt. Das Gen wirkt sich dominant aus, also sorgt Ch für die Auswirkung des Gens und es wirkt sich auch reinerbig gleich aus. Champagnefarbene Pferde haben eine rosagraue Haut. Diese steht normalerweise für weißes oder sehr helles Fell, jedoch ist Champagne die einzige Farben, die bei rosafarbener Haut farbiges Fell bringt. Meistens werden die Pferde dunkler geboren und hellen nach und nach auf. Um Auge und Maul können Flecken auftreten, außerdem sind die Hufe oftmals gestreift.

Wenn Creme (CcrC) und Champagne aufeinander treffen entstehen Pferde, die aussehen wie doppelt aufgehellte Pferde, jedoch sollten diese nicht verwechselt werden.

Farben/Gene

chch

Chch

Chch

Chestnut

Chestnut

Gold Champagne

Gold Champagne

Bay

Bay

Amber Champagne

Amber Champagne

Seal Brown

Seal Brown

Sable Champagne

Sable Champagne

Black

Black

Classic Champagne

Classic Champagne

Palomino

Palomino

Gold Cream (Champagne)

Gold Cream (Champagne)

Buckskin

Buckskin

Amber Cream (Champagne)

Amber Cream (Champagne)

Smoky Black

Smoky Black

Classic Cream (Champagne)

Classic Cream (Champagne)

 

Pearl (Prl/prl):

Pearl ist ein unvollständig rezessives Gen, welches sich nur auswirkt, wenn es doppelt rezessiv vorhanden ist. Hierbei wirkt es sich stärker bei Füchsen aus, als bei Rappen.

Wenn das Gen nur mischerbig vorhanden ist, ist es höchstens an gefleckter Haut an Nüstern oder Augen erkennbar, die sich jedoch nicht auf die Grundfarbe auswirken.

Die Farbbeschreibung für Füchse heißt hellapricotfarbend, welches die Farbe sehr gut beschreibt, da es das Pferd stark aufhellt und der Färbung des Creamgens sehr nahe kommt. Wenn zusätzlich ein  Cream-Gen hinzu kommt, wirken die Pferde, wie auch beim Champagnegen, fast wie doppelt aufgehellte Pferde.

 

Farben/Gene

PrlPrl

Prlprl

prlprl

Chestnut

Chestnut

Chestnut

Pearl Chestnut/Apricot

Wild Bay

Wild Bay

Wild Bay

Pearl Wild Bay

Bay

Bay

Bay

Pearl Bay

Seal Brown

Seal Brown

Seal Brown

Pearl Seal Brown

Black

Black

Black

Pearl Black

 

ACHTUNG: Falls ihr Cream-Träger mit Pearl-Trägern verpaart kann ein vom Namen her doppelt aufgehelltes Pferd dabei rauskommen. Das liegt daran, dass das mischerbige Pearl das Fell weiter aufhellt und es somit wie ein Pferd aussieht, was doppelt Cream trägt! ee aa Ccrprlwäre daher ein Cremello!

 

Sooty (Sty/sty):

Pferde mit dem Gen Sooty zeigen dunklere Stellen im Gesicht, an den Flanken, an der Hinterhand und/oder an den Beinen. Hierdurch erscheint die Farbe allgemein dunkler. Dabei kann es auch zu Äpfelungen an den genannten Stellen, vor allem am Bauch kommen. Bei Rappen wirkt sich das Gen nicht aus, da die Pferde schon schwarz sind, jedoch können sie das Gen weiter vererben.

 

Farben/Gene

stysty

Stysty

StySty

Chestnut

Chestnut

Sooty Chestnut

Sooty Chestnut

Buckskin

Buckskin

Sooty Buckskin

Sooty Buckskin

Gold Champagne

Gold Champagne

Sooty Gold Champagne

Sooty Gold Champagne

 


 

Die weißen Haare – Verlust der Pigmentierung & Schecken

Schimmel/Grey (G/g):

Schimmel kommen in ihrer eigentlichen Farbe zur Welt und schimmeln mit der Zeit immer weiter aus, was bedeutet, dass sie immer mehr weißgraue Haare bekommen. Die Haare verlieren nach und nach an Pigmentierung, jedoch bleibt die Haut farbig (Unterschied zu Schecken, die rosafarbene Haut haben). Das Ausschimmeln beginnt immer um die Augen herum, daraufhin wird zuerst das Gesicht weiß und der restliche Körper folgt. Dabei schimmeln die Pferde bei jedem Fellwechsler weiter aus, wobei das Tempo jedoch sehr stark variieren kann. Die Langhaare bleiben häufig am längsten in der Grundfarbe. Jedoch ist es möglich, dass während des Ausschimmels Füchse schwarze Langhaare bekommen, doch dies ist keine Änderung der eigentlichen Grundfarbe. Bei Schimmeln ist es immer unterschiedlich, wann sie beginnen auszuschimmeln und ebenso, wann sie komplett ausgeschimmelt sind. Teilweise beginnt dieser Prozess erst mit fünf bis sechs Jahren, währenddessen andere Schimmel zu dem Zeitpunkt schon komplett weiß sind. Bei Schimmelschecken ist die Scheckung auch bei reinweißen Schimmel oftmals noch erkennbar, da die rosane Haut sich von der dunklen Haut absetzt. Heterozygote Schimmel bleiben oft bis an ihr Lebensende Apfel- oder Fliegenschimmel, während Homozygote Schimmel oftmals komplett ausschimmeln.

In MDR wird jedoch nicht zwischen kompletten Schimmeln und Fliegen- oder Apfelschimmeln unterschieden. Schimmel überdecken auch alle Scheckungen, wie es normal auch der Fall ist, jedoch wird auf den Grafiken der Unterschied nicht zu erkennen sein.

 

Farben/Gene

gg

Gg

GG

Alle Farben

„Farbe“

Grey

Grey

Tobiano

„Farbe“-Tobiano Pinto

Grey Tobiano Pinto

Grey Tobiano Pinto

 

(Frame) Overo (Ov/ov):

Das Overogen ist eine Scheckung, die sich dominant vererbt. Dabei ist jedoch zu beachten, dass dies reinerbig dominant lethal, also tödlich, ist. Dementsprechend sollten zwei Overo-Schecken nicht verpaart werden.

Die Overo-Scheckung kreuzt die Rückenlinie meist nicht, der Bauch ist ebenfalls farbig und der Kopf weißt große weiße Abzeichen auf oder ist komplett weiß. Die Ränder der Scheckung wirken ausgefranzt und sind unruhig, außerdem ist dies die einzige Scheckung bei dem die Beine alle farbig sein können.

 

Farben/Gene

ovov

Ovov

OvOv

„Farbe“

„Farbe“

„Farbe“ Overo Pinto

lethal (tödlich)

 

Splashed White (Carrier) (Spl/spl):

Das Splashed White Gen wirkt sich nur als Scheckung aus, wenn es doppelt dominant vorliegt. Die dann vorliegende Splashed White Scheckung hat oftmals die Merkmale, dass der Kopf komplett weiß sind, die Beine ebenfalls weiß bis hochweiß und es kann bis zum Bauch weiß sein. Durch den großen weißen Kopf findet man auch häufig blaue Augen. Dabei können die Merkmale stärker oder schwächer ausfallen, jedoch wird oftmals beschrieben, als würden die Pferde aussehen, als wären sie mit den Beinen voraus in einem weißen Farbeimer getaucht worden.

Dagegen sieht man bei einem heterozygoten Splashed Whitegen die Scheckung nicht. Die Pferde haben oftmals große, ungewöhnliche Abzeichen und blaue Augen. Die sogenannten Splashed White Carrier können jedoch auch komplett einfarbig sein.

In MDR entsteht jedoch kein Splashed White Carrier sondern auch ein Splashed White Schecke, der jedoch dann eine geringere Ausprägung hat.

 

Farben/Gene

splspl

Splspl

SplSpl

„Farbe“

„Farbe“

„Farbe“ Splashed White

„Farbe“ Splashed White

 

Rabicano (Rb/rb):

Rabicanos sind stichelhaarige Pferde. Sie werden oft mit Roans oder einfachen Stichelhaarigen verwechselt, aber die Färbung entsteht durch ein anderes Gen. Meist verteilt sich die Stichelhaarigkeit beim Rabicano auf die Unterseite des Pferdes, also Bauch, Unterhals und Flanken. Der Schweifansatz ist ebenfalls meist weiß. Da einige weiße Haare im Schweif oder Stichelhaare an den Flanken schon auf einen Rabicano hindeuten können, werden Pferde oft nicht als solche erkannt.

 

Farben/Gene

rbrb

Rbrb

RbRb

„Farbe“

„Farbe“

„Farbe“ Rabicano

„Farbe“ Rabicano

 

Leopard (Lp/lp):

Leopardschecken oder auch Tigerschecken sind durch ihre gepunktete Scheckung sehr leicht zu erkennen. Außerdem haben sie eine gesprenkelte Haut und gestreifte Hufen. Oftmals kommt es auch zu Menschenaugen unter den Tigerschecken.

Ein Tiger hat erst einmal immer das Gen Lp für Leopard. Durch weitere Allele, sogenannte Modifikatoren, PATN  (Pattern), entstehen dann die vielen verschiedenen Muster. Bekannt sind bislang PATN 1 für Leopard und PATN 2 für Snowcap.

Hier seht ihr hierzu eine Auflistung der realen Leopardschecken:

 

Gene

kein PATN

PATN1

PATN2

lplp

„Farbe“

„Farbe“

Farbe“

Lplp

Varnish Roan/Marbles

Volltiger/Leopard

Blanket with Spots / Schabrackentiger

LpLp

Varnish Roan (stärkere Ausprägung)

Few Spot Leopard

Snowcap/White Blanket

 

In MDR werden jedoch alle Leopardschecken als Appaloosa-Schecken bezeichnet – haben jedoch die unterschiedlichen Scheckungen auf ihren Bildern. Daher solltet ihr einfach mal googlen, wie die unterschiedlichen Scheckungen aussehen, damit ihr herausfindet, welche Gene euer Pferd trägt. Außerdem wird es in MDR ein PATN3 geben, welches für die Ausprägung der Leopardscheckung zuständig ist - jedoch ist dieses noch nicht in den Grafiken verwirklicht.

 

cKit – Genort mit 4 Farben

Der Genort cKit ist ein ganz besonderer, da hier vier Farben zu finden sind, jedoch können trotzdem nur 2 Gene geerbt werden, sodass nie mehr als zwei dieser Farben bei einem Pferd gleichzeitig auftreten können. Auf dem cKit liegen folgende Farben: Tobiano, Sabino, Dominant weiß und Roan.

Das bedeutet, dass euer Pferd zwei Gene tragen kann, wie bei den sonstigen auch, jedoch 4 unterschiedliche Gene dort „eingesetzt“ werden könnten. Wenn du daher einen reinerbigen Tobiano hast, kann dein Pferd nicht gleichzeitig noch ein Sabino sein, da die beiden Gene schon belegt sind. Wenn du dann jedoch ein Pferd mit Tobiano und Roan verpaarst, wird das Fohlen entweder ein Tobianoschecke oder ein Roan, da eines der beiden Gene weiter gegeben werden muss.

 

Tobiano (To/to):

Die Tobianoscheckung ist eine dominante Färbung, die sich dadurch auszeichnet, dass die Scheckung mindestens an einer Stelle die Rückenlinie kreuzt und alle vier Beine weiß sind. Die Scheckung hat dazu immer glatte Ränder. Außerdem ist der Kopf meist, bis auf kleine Abzeichen, farbig. Die Ausprägung der Scheckung kann jedoch sehr stark variieren. Bis hin zu fast komplett weißen Pferden mit einem farbigen Kopf und Pferden, die nur weiße Füße und kleine Flecken auf dem Rücken haben, gibt es alle Möglichkeiten. Bei reinerbigen Tobianoschecken sind außerdem häufig Ink-Spots aufgefallen. Dies sind runde Flecken innerhalb der Scheckung, die nichts mit der Leopardscheckung zu tun haben.

Außerdem ist das Tobianogen an das Extensionsgen gekoppelt. Daher kann ein Pferd, dessen Tobianogen an E gekoppelt ist, keinen Fuchsschecken bringen, da ein Fuchs kein E tragen kann. Ob dies in MDR umgesetzt ist, weiß ich jedoch nicht.

 

Farben/Gene

toto

Toto

ToTo

„Farbe“

„Farbe“

„Farbe“ Tobiano Pinto

„Farbe“ Tobiano Pinto

 

Sabino (Sa/sa):

Mischerbige Sabinoschecken zeigen oftmals große weiße Kopfabzeichen, hochweiße Beine und einen Bauchfleck. Die Scheckung selbst ist eher unruhig und kann ausgefranzt aussehen. Die größe der Abzeichen kann dabei variieren. Außerdem kann es zu Stichelhaarigkeit am Bauch kommen. Dagegen sind reinerbige Sabinoschecken fast komplett weiß. Falls Farbreste vorhanden sind, findet man diese häufig an Ohren oder im Bereich der Rückenlinie.

 

Farben/Gene

sasa

Sasa

SaSa

„Farbe“

„Farbe“

„Farbe“ Sabino

„Farbe“ Sabino

 

Domiant Weiß (W/w):

Dominant weiße Pferde sind, wie der Name schon sagt, meistens komplett weiß. Sie kommen bereits weiß zur Welt und sind komplett pigmentlos. Dabei muss das Gen mischerbig vorliegen, da es reinerbig dominant lethal (tödlich) ist. Jedoch kommt es auch vor, dass Pferde Restpigmente tragen, die dann der Färbung von Sabino, Splashed White oder Leopardschecken ähnelt. Dies entsteht durch die Mutation dieses Gens, das eventuell noch restliche Pigmente übrig bleiben – jedoch ist dies nicht der Regelfall. Diese Pferde können nach und nach jedoch weiter aufhellen.

 

Farben/Gene

ww

Ww

WW

„Farbe“

„Farbe“

(Dominant) White

lethal (tödlich)

 

Roan (Rn/rn):

Roans, oder auch Dauerschimmel genannt, sind Pferde, die an ihrem Körper die Pigmentierung verlieren, also weiß werden. Kopf, Beine und Langhaare bleiben hierbei in der ursprünglichen Farbe des Pferdes. Die Weißfärbung kann jedoch stark variieren und wechselt bei einigen Pferden auch zwischen Sommer und Winter, sodass sie als Farbwechsler bezeichnet werden.

Roans haben eine dominante Vererbung und galten für lange Zeit als lethal tödlich, jedoch wurde mittlerweile nur eine geringere Fruchtbarkeit nachgewiesen, falls ein reinerbiger Roan entsteht.

In MDR sterben die Fohlen nicht.

 

Farben/Gene

rnrn

Rnrn

RnRn

„Farbe“

„Farbe“

„Farbe“ Roan

„Farbe“ Roan

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Neuigkeiten

# 06.06.14
Lilith hat die Zuchtschau gewonnen. Damit ist sie das erste eingetragene Zuchtpferd aus unserer Nachzuchte, das es ohne Voucher geschafft hat.

# 20.04.14
Auch unsere Smoky Black Stute Amalia hat nun endlich die Zuchtschau gewonnen und freut sich bereits auf ihr erstes Fohlen.

# 13.04.14
Durch den Gewinn einer Zuchtschau-Eintragung durch die Adminturniere dürfen wir nun Henna und unsere neuste Importstute Sarabi unter den eingetragenen Zuchtstuten begrüßen.

# 01.04.14
Unsere Stute Yuki hat heute die Zuchtschau bestanden. Damit sind nun alle auf MDR vorhandenen Gene in unsere Zucht mit eingebunden.

# 15.03.14
Mit drei Jahren hat nun auch das erstes Stutfohlen und somit das zweite Fohlen aus unserer Zucht das Erwachsenenalter erreicht und ist aus dem Fohlenstall ausgezogen und hat sein neues Heim, den Trainingsstall, betreten.

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